STARTSEITE | SITEMAP | INTRANET | KONTAKT |
Letzten Woche TOP 5
Aufrufe: : 25
Die heilige Theresia vom Kinde Jesu
Aufrufe: : 23
Der heilige Johannes von Gott
Aufrufe: : 15
Unser Leitsatz
Aufrufe: : 15
Das Leben von Mutter Speranza
Aufrufe: : 15
Dienerinnen der Barmherzigen Liebe

Startseite » Familie der Barmherzigen Liebe » Unsere heiligen Schutzpatrone » Der heilige Josef Benedikt Cottolengo


Der heilige Josef Benedikt Cottolengo

Josef Benedikt Cottolengo, der älteste der 12 Kinder von Giuseppe Antonio Bernardino und Angela Caterina Benedetta Chiarotti, wurde am 3. Mai 1786 in Bra, Italien, geboren. Die Umstände, die durch die französische Revolution entstanden waren, zwangen ihn, den Großteil seiner priesterlichen Studien heimlich durchzuführen. Im Juni 1811 wurde er zum Priester geweiht und wenig später wurde er zum Kooperator in Corneliano d´Alba bestimmt. Dort war er bekannt als einziger Priester, der die Hl. Messe um drei Uhr früh feierte, damit die Bauern daran teilnehmen konnten, bevor sie zur Arbeit gingen. Er sagte zu ihnen: “Der Ertrag wird besser sein mit dem Segen Gottes.”

In Turin erhielt er das Doktorat in Theologie und später wurde er zum Kanoniker ernannt; all das jedoch, befriedigte ihn nicht, und er durchlebte große religiöse Krisen, da er das große Verlangen verspürte, etwas für die Not leidende christliche Gemeinde zu tun.

Nicht viel Zeit war vergangen, als ihm seine Sendung offenbart wurde, während er hilflos dem Tod von Annamaria Gonnet zusehen musste, einer schwangeren, von ihren weinenden Kindern umgebenen Frau. Sie war an einem geheimnisvollen Leiden erkrankt, das besonderer Pflege bedurfte; man hatte ihr jedoch in verschiedenen Krankenhäusern auch die nötigste Hilfe verweigert, weil sie schon hochschwanger und sehr arm war. Trotz der Bemühungen des Priesters, ihr zu helfen, das Kind in den Ställen einer Herberge zur Welt zu bringen, starb die Frau in seinen Armen, während er ihr die Sterbesakramente verlieh. Cottolengo konnte das Kind noch taufen, kurz darauf starb es auch. Die Frustration des Todes von Mutter und Kind und die verzweifelten Klagen der fünf verbliebenen Waisenkinder rührten das Herz des Kanonikers und er verkaufte alles, was er besaß, sogar seinen Mantel, mietete zwei Räume und begann sein gutes Werk am 17. Januar 1828, indem er einer gelähmten alten Frau kostenlos Unterkunft gewährte. Er nannte diesen ersten kleinen Samen “Volta Rossa”. In kurzer Zeit verwandelte sich der Ort zu einer Stätte, die jene aufnahm, die in den Krankenhäusern nicht aufgenommen wurden.

Pius IX nannte es das “Haus des Wunders”. Als die Autoritäten ihm 1831 befahlen, dieses erste, schon von Kranken überfüllte Haus zu schliessen als Vorbeugungsmaßnahme gegen eine Ausbruch der Choleraepidemie, lud der Kanoniker Cottolengo seine wenigen Habseligkeiten auf einen Esel und mit zwei Schwestern verließ er Turin. Statt sich entmutigen zu lassen, kommentierte der Priester: “Das Gemüse pflanzt man um, damit es besser wächst. Genauso ist es mit uns. Wir werden umgepflanzt und so werden wir wachsen”. Und er ging aus der Stadt hinaus, bis zu einem entfernten Viertel, das man Valdocco nannte. Dort fand er einen leeren Stall und befestigte an dessen Eingang ein Schriftband mit den Worten des heiligen Paulus: “Caritas Christi urget nos!” (Die Liebe Christi drängt uns).

Auf diese Art und Weise wurde das Werk von Giuseppe Cottolengo das, was man später “Das kleine Haus der göttlichen Vorsehung” nennen wird. Nach und nach errichtete er mehrere Gebäude. Eines nannte er “Haus des Glaubens”, ein anderes “Haus der Hoffnung”, ein drittes “Haus Unserer Lieben Frau” und ein weiteres “Bethlehem”. Alle diese Häuser zusammen nannte er “meine Arche Noah”. Dort nahm er jegliche Art von unheilbar Kranken auf. Ein Gebäude widmete er den geistig Kranken, die er “meine lieben Freunde” nannte, ein weiteres den Taubstummen und einen Pavillon den Behinderten. Die Waisen und Schutzlosen und jene, die von den Krankenhäusern hinausgeworfen wurden, bekamen bedingungslos Aufnahme im kleinen Haus der göttlichen Vorsehung. Ein französischer Schriftsteller kommentierte diese Ereignisse: “Das ist die Universität der christlichen Nächstenliebe.”

Er hatte kein Geld und doch dachte er daran, sein Krankenhaus immer weiter auszubauen. Allen wiederholte er freudig: “Für die göttliche Vorsehung ist es das gleiche 500 oder 5000 zu ernähren.” Die Leute waren der Meinung, das “Kleine Haus der göttlichen Vorsehung” wäre eine umgedrehte Pyramide, bei der sich alles auf einen einzigen Punkt stützte: auf das große Vertrauen in die Güte Gottes. Und tatsächlich war die Handlungsweise dieses Heiligen das genaue Gegenteil des Üblichen: wenn die nötige Hilfe fehlte, dann befahl er, nachzusehen, ob eine Kammer leer war, ohne Kranke, und wenn dem so war, rief er aus: “Deshalb kommt die Hilfe nicht! Wir fangen an zu rechnen und in den Zimmern sind keine Kranken!”. Wenn jene, die ihm bei seiner Wohltätigkeit halfen, ihn sagten: “Es ist kein Zimmer mehr frei!” dann antwortete er: “Nehmt noch mehr Kranke auf”. Wenn man ihn benachrichtigte: “Das Brot und die anderen Lebensmittel sind zu Ende”, antwortete er: “Dann nehmt mehr Arme auf.”

Sein blinder Glaube an die Göttliche Vorsehung war bewundernswert; stets erklärte er seinen Helfern: “Die Menschen können uns im Stich lassen, die Regierung kann uns im Stich lassen, aber Gott wird uns nie im Stich lassen, nicht ein einziges Mal.” Wenn er bemerkte, dass jemand zu zweifeln begann, fügte er hinzu: “Gott antwortet mit gewöhnlichen Hilfen jenen, die ein gewöhnliches Vertrauen haben, aber er antwortet mit außergewöhnlichen Hilfen jenen, die ein außergewöhnliches Vertrauen in Ihn haben.” Und in der Tat ließ Gott diesen seinen Freund nicht im Stich, der so ein großes Vertrauen in seine Hilfe hatte – nicht ein einziges Mal.

Unglücklicherweise machte die menschliche Natur bei diesem wunderbaren Wohltäter keine Ausnahme und seine Gesundheit begann nachzulassen: er hatte nicht mehr die anfängliche Kraft. Mit 56 Jahren sagte er gutmütig auf seinem Sterbebett: “Der Esel will nicht mehr laufen.” Die letzten Worte, die er mit Mühe aussprach, waren die des Psalms 122: “Wie freute ich mich, als man mir sagte: wir gehen zum Haus des Herrn.” Er starb in Chieri, Italien, am Samstag 30. April 1849 und wurde am 1. Mai beerdigt.

Er hatte das “Kleine Haus der göttlichen Vorsehung verlassen” um der neuen Leitung Platz zu machen. Cottolengo wurde 1917  durch Papst Benedikt XV seliggesprochen. Später wurde er von Pius XI “ein Genie des Guten” genannt, der ihn am 19. März 1934 heiligsprach, zusammen mit seinem großen Freund und Nachbarn, dem heiligen Don Bosco.



Mit diesem Bereich verbundene Artikel Unsere heiligen Schutzpatrone:


Heiligtum des Kreuzes
Heiligtum des Kreuzes
 
Startseite | Kontakt | Sitemap | Registrierung | Beruflichen Registrieren Copyright ©2008- Familie der Barmherzigen Liebe
eXTReMe Tracker